26 | 07 | 2016

Rheinisch Deutscher Kaltbluthengst Edzard PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dr. Madeleine Groß   
Dienstag, den 27. November 2012 um 07:54 Uhr

Das ist mein Rheinisch Deutscher Kaltbluthengst Edzard. Er gehört einer leider sehr selten gewordenen Rasse an, die seit Jahren auf der Roten Liste der gefährdeten Haus- und Nutztierrassen steht.

© Foto: Susanne Wisniewski

Zum Kaltblut kam ich eher durch Zufall, als ich vor zwei Jahren einen Stall für meine Shetlandponys suchte. Es sind beides Hengste (Wellenbergs Kaleu und Steinburgs Brainstorm) und es war nicht allzu leicht, einen Platz für sie zu finden. Auf dem Pappelhof in Hüttenberg bei Joachim Müller wurde ich dann fündig. Er züchtet Kaltblüter, hat selbst Hengste, Eddy ist einer davon. Mittlerweile stehen die Ponys dort auf dem Hof und Eddy ist in meinen Besitz übergegangen. Es war einfach Liebe auf den ersten Blick. Wenn man einmal in seine großen, dunklen, gutmütigen Augen geschaut hat, ist es um einen geschehen, jedenfalls war es bei mir so. Erst hatte ich ein wenig Respekt vor der Masse und den Riesenhufen, aber er ist sehr umgänglich, dafür, dass er lange als Landbeschäler tätig war und weit über 40 Nachkommen hat.

Eigentlich wollte ich nur mit ihm ausreiten gehen, allerdings ist er so arbeitseifrig, dass wir dann im letzten Jahr beim Bundespferdefestival in Bad Hersfeld waren und direkt einen dritten Platz in einer Dressurprüfung belegten. Es folgten Orientierungsritte, ein Bauernennen auf dem „Heiligen Rasen“ in Iffezheim, ein internationaler Sternritt, jedesmal platziert, fast immer unter den ersten drei. Seine Souveränität zeigte er bei der Faszination Pferd im Saarland, als er eine geführte Gelassenheitsprüfung unter Stuten souverän bestand. Nebenbei erhielt er auch noch Elitehengstauszeichnungen in zwei Verbänden. Dieses Jahr nahmen wir eigentlich nur spaßeshalber an einem Wettbewerb der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zur Wahl des schönsten Pferdes Deutschlands teil und schafften es unter 1600 Pferden aller Rassen tatsächlich in die Platzierungsliste der ersten 30 Pferde (gleichzeitig wurde er damit schönstes Kaltblut Deutschlands). Am meisten freut es mich aber, wenn wir unterwegs angesprochen werden, was das denn für ein beeindruckendes Pferd ist, ob er tatsächlich ein Hengst ist, weil er so unauffällig und brav ist. Ich denke, er hat viel positive Werbung für diese tolle Rasse gemacht und darf nächstes Jahr mit 17 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand gehen, vielleicht noch den ein- oder anderen Schauauftritt absolvieren, je nachdem, wie er so aufgelegt ist. Ganz vielleicht auch nochmal zum Decken zur Verfügung stehen. Ansonsten genießen wir gemütliche Ausritte und er viel Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten und Futter.

 
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